• Facebook - Weiß, Kreis,
  • Instagram Markus Käser
  • Twitter - Weiß, Kreis,

© 2018 | Markus Käser | SPD Pfaffenhofen

Impressum | Datenschutz

Seenotrettung ist kein Verbrechen!

Markus Käser trifft Lifeline-Kapitän Reisch

Lifeline-Kapitän Claus-Peter Reisch hat einst Horst Seehofer gewählt, jetzt kritisiert der Landsberger die Politik der CSU und bittet die Bevölkerung um Unterstützung für seine Mission im Mittelmeer. Wie viele andere Helferinnen und Helfer der Seenotrettung muss Reisch momentan zuschauen, wie Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer ertrinken. EU-Staaten blockieren den Einsatz der Rettungsschiffe. Markus Käser traf vergangenen Sonntag den bekannten Kapitän des Seenotrettungsschiffes Lifeline bei einer Großdemonstration in München. Bis heute seien schätzungsweise rund 280 Menschen im Mittelmeer ertrunken - obwohl Rettungsschiffe Kapazitäten hätten, informierte Kapitän Reisch den Pfaffenhofener SPD-Politiker. Nach Angaben des UNHCR sei die die Zahl der Toten im Mittelmeer seit Anfang des Jahres nun auf über 1000 angestiegen.


“Die Situation der Seenotretter ist dramatisch! Unser eigenes Schiff hängt fest. Wir dürfen nicht auslaufen. Und den Schleppern ist es doch völlig egal ob die Menschen das überleben oder nicht”, erzählt Reisch. Käser ist schockiert von den Schilderungen: “Die EU tut offenbar mehr gegen die Seenotrettung als gegen das Sterben im Meer. Die Seenotretter von ihrer Arbeit abzuhalten ist in meinen Augen Beihilfe zur Völkerrechtsverletzung! Italiens Innenminister Salvini sprach laut Reisch kürzlich davon die NGOs (Nichtregierungsorganisationen) würden Menschenfleisch befördern und unser Minister Seehofer verglich die Lebensrettung mit einem Shuttle-Service nach Europa. Ich bin fassungslos, wie unsere EU- und Bundespolitiker derartige Ausdrücke und menschenverachtende Sprache verwenden können. Das ist Ausdruck der völligen Verrohung der öffentlichen Diskussion!” Ein Bericht von Kapitän Reisch brachte den Pfaffenhofener auch emotional aus der Fassung. Reisch erzählte Käser von einem Einsatz der spanischen Rettungsorganisation Open Arms. Deren Schiff habe kürzlich eine Überlebende sowie eine Tote und ein totes Baby aus den Resten eines Bootes geborgen. Später stellte sich heraus, dass sich die beiden Frauen mit dem Kind geweigert hatten auf ein libysches Schiff zu gehen und wurden, so Reisch, von der sogenannten libyschen Küstenwache hilflos im Meer zurückgelassen. Das Schlauchboot zerstörten die Libyer vorher noch. Die Frau und das Baby sind laut OpenArms kurz vor dem Eintreffen der Retter gestorben. “So sieht Seenotrettung auf libysch aus”). Die Menschen würden lieber von Bord springen als zurück nach Libyen zu müssen. Das habe ich selbst auf meinem Schiff so erlebt”, stellte Reisch tief betroffen fest. Auch andere Hilfsorganisationen warnen laut Käser davor, Flüchtlinge zurück nach Libyen bringen zu lassen, da ihnen dort eine menschenunwürdige Behandlung drohe. Nach deren Berichten landen die Menschen in Haftlagern mit katastrophalen Bedingungen und sind massivster Gewalt und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Nachhaltig beeindruckt von dem Treffen mit Reisch wendet sich Käser nun direkt an die Bürger im Landkreis: “Ich kann dem Massensterben durch unterlassene Hilfeleistung nicht einfach tatenlos zusehen. Anstatt humanitäre Hilfe zu leisten, finanzieren die europäischen Steuerzahler nun die Akteure, die gestern skrupellose Schlepper waren! Deshalb bitte ich Sie alle, helfen Sie mit! Informieren Sie sich über die Arbeit der Seenotretter. Die Mission Lifeline finanziert sich durch Spenden. Spenden Sie unter https://mission-lifeline.de oder spenden sie für eine der anderen Seenotrettungsorganisationen, wie zum Beispiel Sea-Eye, Jugend Rettet e.V. oder Sea-Watch e.V.. Und vor allem lassen Sie es nicht zu, dass diese Menschen und ihre freiwillige Arbeit auch noch kriminalisiert werden.

Es kann niemals ein Verbrechen sein, wenn man Leute rettet die am ersaufen sind! Seenotrettung ist kein Verbrechen. Es ist unsere humanitäre Pflicht!”